Ich habe keinen Bock mehr auf Warschau, ich will eigentlich wieder weiter

Tagesetappe: Warschau - diverse Erledigungen, Behördengänge

 

Warschau ist eine imposante Stadt. Die gigantischen Hochhäuser erstrecken sich bis in den Himmel. Dennoch kleine individuell gestaltete Lädchen in den kleinen Seitengassen der Innenstadt und Altstadt. Von der Armut, oder besser Einfachheit auf dem Land, ist hier nichts geblieben, bzw. auf Anhieb nicht direkt zu sehen. 

Nur bekomme ich leider von all dem schönen Warschau nicht wirklich viel mit. Mein Sightseeing beschränkt sich lediglich auf die Aussicht beim Gang von einer Behörde zur nächsten. 

Bereits früh am Morgen geht es los, Passbilder für einen Ersatzausweis besorgen. In einer der größten Kaufhäuser Europas „Ziote Tarasy“ wurde ich schließlich fündig. 

Im Anschluss wartet auf mich ein ewiger Behördengang in der Deutschen Botschaft. Zu meinem Glück hatte meine Mutter bereits alles in die Wege geleitet, so dass ich schließlich relativ zügig direkt einen Ersatzausweiß ausgestellt bekomme. In diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an Frau Budak vom Bürgerbüro in Wiesbaden und ihr Team für ihre Kooperationsbereitschaft.

Im Anschluss geht es wieder zur Polizei, ..., ich habe keine Lust mehr. Der nächste stundenlange Prozess steht mir bevor. Der Dolmetscher, der einberufen werden muss, weil niemand Englisch spricht, verspätet sich natürlich, nach polnischer Pünktlichkeit, um eine Dreiviertelstunde. Nach ewigem Hin und Her ist der Fall schließlich eröffnet, und ich kann mich weiter auf den Weg machen andere Dinge zu erledigen.

Als ich im Hostel wieder angekomme, finde ich mein Bett leer auf. Mein Gepäck steht in einem Abstellraum. Mir wird schließlich übermittelt, dass ich nur ein Bett für eine Nacht hätte. Toll, gestern ist wegen dem Diebstahl alles andere untergegangen. Rasch eine neue Unterkunft für 2 weitere Nächte per Internet suchen. Gar nicht so einfach, da ja nun Wochenende ist und vieles einfach ausgebucht. ... Gefunden: Dream Hostel; zentral, am Rande der Altstadt. Also geht es zunächst erneut auf Wegsuche zur neuen Unterkunft via GoogleMaps. Das Gepäck aus dem 5. Stock wieder runter tragen, ....., angekommen. Das DREAM Hostel auch wieder ganz schön, und mein Schlaf- und Abstellplatz für das Fahrrad (im Gepäckraum, worum ich regelrecht kämpfen musste) passabel. 

Im Anschluss gehe ich erneut in die Stadt, um kurzfristig ein neues Handy anzuschaffen. Der Kauf einer PrePaid-Karte offenbart sich dabei als nächstes Spektakel. In Polen gibt es so gut wie nur polnische Anbieter. Schließlich kaufe ich eine Simkarte und muss zu deren Aktivierung wiederum zu einem Laden des Anbieters, der wiederum die Karten selbst nicht vertreibt. Ein riesiger Umstand und ein ewiges Rumgerenne.

Entschuldigung, aber: "Was ein beschissener Tag."

 

Obwohl ich mich für den Abend eigentlich schon mit 2 Engländern aus dem letzten Hostel verabredet hatte, entscheide ich mich doch spontan für mein Bett, denn ich war selbst ohne Fahrradfahren heute einfach für alles zu kaputt. Letztendlich war ich froh, dass ich den Abend in meinem Bett chillen konnte.

 

Das einzige was ich jetzt noch will, ist, wirklich raus aus dieser Stadt. 

Doch ich werde einen weiteren Tag hier in Warschau bleiben, um endlich mit den Blogeinträgen hinterher zu kommen, und mich vielleicht doch noch ein bisschen zu entspannen.