Meine Big Five of Life

Tagesetappe: Pauliai - Zeimelis

Tagesdistanz: 151,1km

 

Gesagt getan, heute also ohne Fahrradcomputer. Das heißt ohne die Kenntnis über Kilometeranzahl, Geschwindigkeit und sogar die aktuelle Uhrzeit. Einfach in den Tag reinleben, nach dem Motto: was kommt, das kommt. 

Zu meiner Überraschung wirkte diese Entscheidung Wunder. Das erste Mal auf meiner Reise, kämpfte ich nicht gegen die Kilometer sondern lies mich auf sie ein. Aufrecht sitzend, ohne einen einzigen Blick zum Lenker, triumphierte ich nun jeden Meter. Jeder Bauernhof wurde zu einem neuen Erlebnis und jeder Sonnenstrahl eine Quelle unerschöpflicher Energie. Freude stieg in mir auf, wie eine, die ich seit langer Zeit verloren hatte. Nur das Jetzt war von Interesse, alles andere war außer Reichweite. 

Meine Gedankenwelt sortierte sich mit einem mal. Unkomprimierte Gedankenballen strukturierten sich neu  und mit einem Mal bauen Sie sich langsam vor mir auf. Meine Big Five of Live. 

 

Aber bevor ich genauer darauf eingehe, was ist das genau?

 

Die „Big Five of Life“ sind ein Modell, welches besagt, dass man anhand von fünf selbstgesteckten Zielen/ Erfahrungen die man im Leben erreichen/ machen will, in Folge durch dessen Erfüllung ein aus eigener Sicht erfolgreiches Leben geführt hat. Also fünf Träume, von

 

 

Und jetzt zu den fünf Säulen meines Lebens: 

 

1.  „Ich möchte nie aufhören zu lernen“.                                                                                                                   

      Ziel meines Lebens ist es meinen Horizont ohne Stillstand zu erweitern. Dies ist jedoch nicht auf    

      informeller Ebene zu verstehen, sondern auf Fähigkeiten aller Art bezogen, die ich ein Leben lang  

      ausbauen und verbessern möchte. In diesem Rahmen ist es mein Traum, ein eigenes Gewerbe zu 

      gründen (egal ob neben- oder hauptberuflich), da diese Tätigkeit viele neue Aufgabenbereiche/ 

      Herausforderungen verspricht.

 

2.  „Ich möchte meinen Mitmenschen etwas mitgeben“. 

       Damit mein Leben aus eigener Sicht ein Erfolg ist, will ich eine Zeit in Afrika leben und dort ein    

       Hilfsprojekt mit aufbauen. Mir ist es wichtig, kennen zu lernen, wie die andere Seite der Welt ihr  

       alltägliches Leben verbringt und darüber hinaus ihr Glück in viel banaleren Dingen findet. Diese  

       Menschen dabei zu unterstützen, ihre lebensnotwendigen Güter zu erhalten, ist mein zweites Lebensziel. 

 

3.  „Ich möchte mir ein Bild von dieser Welt machen können“.

       Wenn ich in fernen Jahren einmal abdanken werde, will ich mir ein Bild von dieser Welt gemacht haben  

       können. Dieses Ziel beabsichtige ich zu erfüllen, indem ich so viele Länder wie möglich bereise um  

       diverse Kulturen kennen zu lernen. Ein konkretes Reiseziel, welches auf der Prioritätenliste ganz oben  

       steht, ist dabei eine Reise nach Tibet. Ein Volk welches mich seit langem sehr in seinen Bann gezogen hat.

  

4.  „Ich möchte meiner Nachwelt etwas hinterlassen“.  

       All meine gesammelten Erfahrungen möchte ich in einem Buch niederschreiben, um über meine  

       Generation hinaus etwas zu hinterlassen. Ist es nicht das wonach wir streben, dass wir etwas von  

       Bedeutung hinterlassen, von dem andere Menschen einen Mehrwert haben?

 

5.  „Ich möchte mich kennen lernen“.

       Diese Säule ist für mich einer der wichtigsten und erfülle ich mir derzeit durch die Reise zum Nordkap.  

       Auch wenn es ein Prozess ist, der nie sein Ende finden wird, bin ich gerade in einer heißen Phase. 

 

 

       Deswegen möchte ich mich noch einmal ganz besonders bei allen, die mich unterstützen und an mich  

       glauben, bedanken. Danke für jeden Kommentar und jede motivierende Nachricht, die Ihr mir  

       geschrieben habt. Ein großes Dankeschön vor allem auch an meine Eltern, die im Hintergrund,  

       ununterbrochen Sachen organisiert haben, damit meine Miseren erträglicher wurden. Und vor allem an  

       meine Sponsoren, die mich materiell und finanziell unterstützt haben. Ihr alle, die Ihr diese Sätze lest, habt 

       Teil an einer der fünf größten und wichtigsten ERLEBNISSE meines Lebens. Vielen vielen Dank.