Zelt und Co.

 

Tagesetappe: Sundsvall - Hassela

Tagesdistanz: 40 km 

 

Fast jede Nacht baue ich mein Zelt auf und blase meine Isomatte auf. Jetzt möchte ich einmal hier meine Erfahrungen rund ums Wildcampen teilen. 

Man unterscheidet zwei Arten von Zelten. Das Tunnelzelt ist sehr windstabil, kann aber dafür nicht frei stehen (muss mit Heringen im Boden fixiert werden). Beim Kuppelzelt ist dies genau andersherum. 

Meine Wahl fiel im Vorhinein auf ein Einpersonen-Zelt von Nordisk. Das Modell „Svalbard“ bietet eine robuste Qualität und Windstabilität bis zu …   bei geringem Gewicht(…). Das waren auch die Kategorien, nach denen ich ausgewählt habe. Was ich jedoch ein wenig vernachlässigt habe, ist der eigene Komfort. Ein Einpersonen-Zelt auf einer solch langen Reise ist einfach zu klein. Wenn es so richtig schüttet und man darauf angewiesen ist, sich im Zelt umzuziehen, wird dies zu einem richtigen Abenteuer und Zeitaufwand. 

Auf der anderen Seite musste ich heute feststellen, das gerade ein kleines Zelt auch ungemeine Vorteile hat. Man findet an den schönsten Orten immer ein Plätzchen fürs Zelt. Direkt am See zwischen den Felsen, da zählt jeder Zentimeter. 

Zum Schutz des Zeltbodens empfehle ich eine Plane, die auf unebenen Waldböden mit Steinen vor Löchern schützt. Es hat sich auf jeden Fall schon ausbezahlt. 

Ob aufblasbare Isomatte oder Schaumstoffmatte, beides hat seine Vorteile. Wer gerne abends am Feuer sitzt, fährt mit einer Schaumstoffisomatte besser, da ihr bei Löchern nicht die Luft ausgeht. 

Meine Wahl fiel jedoch auf eine aufblasbare Isomatte „…“, da diese mehr Komfort bieten. Mit beigelegtem Reparaturset ist auch ein Loch schnell wieder luftdicht verschlossen. Die Mumienform spart Gewicht und Platz im Zelt, daher äußerst empfehlenswert. 

Damit es auch in kalten Nächten warm bleibt, sollte man bei der Anschaffung des Schlafsacks nicht sparen. Diesen Fehler habe ich gemacht und darf ihn jetzt bitter bereuen. Die Komforttemperatur sollte unter dem ausgesetzten Temperaturlimit liegen. Wenn man so richtig Geld in die Hand nimmt, bekommt man einen Schlafsack mit imprägnierten Daunen. Damit kann man jedes Regenwetter überstehen, da man abends mit nasser Kleidung einfach in den Schlafsack hüpfen kann. Durch die eigene Körperwärme trocknen diese schließlich mit der Zeit. Mit einem normalen Schlafsack sollte man dies allerdings nicht probieren. 

 

Zuletzt ist es noch empfehlenswert, einen dünnen Seiden- oder Wollschlafsack (Hüttenschlafsack) dabei zu haben, den man im eigentlichen Schlafsack trägt, damit dieser nicht mit Schweiß verdreckt, denn man sollte vermeiden Schlafsäcke zu waschen. Den Hüttenschlafsack kann man hingegen schnell in die Waschmaschine schmeißen.