Ein normaler Tag auf der Reise

Tagesetappe: Krokek - Borensberg

Tagesdistanz: 105,6 km

 

07.45 Uhr:  Ich wache aus meinem verträumten Schlaf auf und widme mich, ohne Umweg, dem gestrigen Bericht

08.15 Uhr:  Frühstück; warmer Haferschleim mit Zuckersirup und Marmelade, kostensparend und sättigend

09.00 Uhr:  Zeltabbau und Verräumen der herumliegenden Utensilien in die Packsäcke

09.30 Uhr:  Es könnte los gehen, Alex benötigt jedoch noch ein wenig länger mit dem Verräumen

10.30 Uhr:  Es geht los! Die ersten Kilometer gehen wie Öl runter, Sonnenschein und Gewässer zur Rechten. Es ist bereits recht warm.

11.30 Uhr:  Ich bin absolut fertig, schweißgebadet, mir hängt die Zunge aus dem Hals, japsend versuche ich am Hinterrad von Alex zu bleiben

12.00 Uhr:  Ich lasse mich fallen und fahre mein Tempo, Alex ein Stück vorne weg

14.00 Uhr:  Ein halber Kirsch-Streuselkuchen fliegt förmlich in meinen Mund und der Zucker kämpft sich binnen Sekunden den Weg in
                    meinen Körper. Neues Leben geht in mir auf. 

15.00 Uhr:  Der Weg verwandelt sich in ein Schlammbad aller erster Klasse, eine millimeterdicke Schicht braune, stinkende Brühe klebt
                    an meinen Beinen, am Abend Waschen somit unweigerlich erzwungen. 

17.00 Uhr:  Die Suche nach einem Schlafplatz beginnt, einen Kompromiss gibt es nicht, nur das Beste wird auserkoren 

17:45 Uhr:  Endlich fündig, natürlich wie immer an einem See, und mal wieder einzigartig / wunderschön!

18:00 Uhr:  Zelt aufbauen, Isomatte ausrollen und der ganze Rest; bei einem Einmann-Zelt geht es sehr schnell, bei einem Dreimann-Zelt, wie
                   Alex eines hat, kann das schon fast vierfach so lange dauern (aber es ist ja heute schließlich erst sein 2. Aufbautag ;-)).

18:30 Uhr:  Ich stürze mich in die kalten Fluten des Sees, um mich am neu gewonnenen Reinheitsgefühl zu erquicken

19:00 Uhr:  Gemüse schnippeln, Reis aufkochen und Köttbullar anbraten es dauert ewig…

20:15 Uhr: … der erste Löffel wird in den Mund geschoben, mit leichtem Spiel wandert das heiße Essen nach und nach in den Magen, köstlich

20:45 Uhr:  Abwasch, wie ich es hasse, mir fehlt definitiv der Geschirrspüler; nun ja, den mit zu transportieren wäre auch nicht so witzig /
                   sinnvoll, vielleicht sollten wir eher darüber nachdenken das Spülen im Wechsel zu machen, oder würde Alex vielleicht, zumindest in
                   den ersten Camper-Tagen, noch seine Erfüllung darin finden / glücklich sein das Gefühl "back to the roots" zu haben? Ich glaube
                   ich sollte nochmals dringend mit ihm darüber sprechen.

21:00 Uhr:  Zähneputzen und die alltägliche Abendroutine

21:15 Uhr:  Jetzt beginnt die Zeit, in der man eigentlich schon viel zu müde und fertig vom Tag ist, aber man dennoch den Moment nicht
                   ohne ein paar Minuten vollständiger Aufmerksamkeit vergehen lasse will und den Tag reflektieren.

23:00 Uhr: Endlich ins Bett!!