Die Hiobsbotschaft

Natürlich konnte es bei alldem gestern nicht bleiben. 

Da ich nun notgedrungen mehrere Tage in Lübeck verbringen muss, habe ich mir erneut über Couchsurfing einen Kontakt organisiert. 16 Kilometer entfernt von Lübeck in einer alten Scheune, nahe der Trave in Teschow, wohnt Peter mit seiner Frau. 

Ohne weiteres ist es jedoch nicht so leicht mit der öffentlichen Verkehrsanbindung dieses Heim zu erreichen.

Meinen schwer bepackten Anhänger teils tragend, teils schiebend, wuchte ich mich von einem in den nächsten Bus, bis ich endlich nach langer Suche die richtige Anbindung finde.

Der Bus, der mich zu meinem neuen Schlafplatz in Selmsdorf bringen soll, rollt ein, doch die hinteren Türen bleiben verschlossen. Eine "hitzige" Diskussion mit dem Busfahrer entsteht. Partout will er mich nicht mit dem Anhänger hinein lassen. Aus Angst den Boden des Busses mit dem Anhänger zu zerkratzen, verwehrt er mir den Eintritt. Nichts hilft, aber auch gar nichts. Die Türen schließen und der Bus rollt an, ohne mich, bezahlt hatte ich das Ticket allerdings schon zuvor. Na Klasse. Was nun? 

Das war eine Nummer zu viel! Eine Stunde müsste ich auf den nächsten Bus warten, im Regen, und dann vielleicht das gleiche Spiel? Nein.

Nach einer halben Stunde stehe ich so ein zweites Mal vor der Rezeption des Hostels von gestern und buche eine weitere Nacht. 

In der Zwischenzeit hatte sich ebenfalls die Werkstatt gemeldet. Nicht nur das Lager ist kaputt, gleich die ganze Kurbel ist im Eimer. Welch eine Hiobsbotschaft?! Zu dem Zeitpunkt stand für mich fest, morgen sitze ich im Zug nach Hause. 

Schließlich kam es dann doch anders: Paul, ein Freund / Sponsor von Tri Cycles, hat glücklicherweise die passenden Teile auf Lager, die es in ganz Lübeck nicht aufzufinden gibt. 

Per Express schickt er die Teile heute noch direkt an den Fahrradladen, damit das Fahrrad hoffentlich morgen wieder fahrbereit ist. 

 

 

Des weiteren habe ich mich heute dann doch in Peters umgebauter Scheune eingefunden, nachdem Peter mich und meinen Anhänger mit dem Auto netterweise in Lübeck direkt abgeholt hat. 

 

Mal sehen ob die Fahrradinstandsetzung morgen nun so klappt, wie erhofft.

Jedenfalls genieße ich jetzt erst mal die ländliche Luft, die schöne Umgebung in Selmsdorf und Peters tolle Gastfreundschaft.